Heeey, heute will ich endlich wieder mal was schreiben, nachdem ich die ganze letzte Woche nicht weiter dazu gekommen bin, meinen Blog zu aktualisieren. Letztes Wochenende h
aben wir einen Ausflug nach Xi'an gemacht. Das ist da bei der Terracotta-Armee ca. 1300km von Hangzhou entfernt Richtung Landesinnere. Dazu sind wir Freitagabend von Hangzhou geflogen. Übernachtet haben wir die zwei Tage in einem Hostel, was sehr ähnlich denen ist, die ich in Amsterdam und Prag erlebt habe ist, so mit Billard-Tisch, Tisch-Fußball und 8-Mann-Zimmern. Und das Hostel ist mitten im Zentrum am Bell-Tower von Xi'an. Und Xi'an gilt als das Zentrum von China und da die Chinesen China als Zentrum der Welt sehen, haben wir quasi im Zentrum vom Zentrum vom Zentrum der Welt übernachtet. Klasse. Das Gute an dem Hostel ist, dass man dort direkt Touren in die Umgebung und sogar bis nach Tibet buchen kann. Und so ha
ben wir uns für ne Tour zu der Terracotta-Armee und zu anderen Sehenswürdigkeiten hier in Xi'an entschieden. Morgens wurden wir dazu mit nem kleinen Bus und nen Tourguide nur für unsere Truppe abgeholt, welcher uns dann den ganzen Tag durch Xi'an gefahren hat und alles Sehenswürdigkeiten gezeigt hat und viel Spannendes dazu erzählt hat. Unter anderem waren wir noch in nem 6000 Jahre altem chinesischem Dorf und in ner Seidenfabrik, wo uns gezeigt wurde, wie aus kleinen Eiern Raupen werden, welche sich dann einspinnen und anschließend in einem Wasserbad mittels einer Rolle abgewickelt werden. Die Terracotta-Armee war auch sehr beeindruckend und stammt von dem gleichen Kaiser, welcher auch die Chinesische Mauer in Auftrag gegeben hatte. Das waren so ne Art Türsteher für sein Grab ca. 2000 vor Christus. Und das wurde dann irgendwann verwüstet und war verschollen, bis dann ca. 1970 Bauern beim Graben eines Wasserlochs auf das Grab gestoßen sind. Und so wurde aus den Feldern eine riesige Ausgrabungsstätte. Bis heute sind noch nicht alle Figuren freigelegt, weil man auf eine Technik hofft, um den Verfall der Farbe bei der Reaktion mit der Luft stoppen zu könn
en. Denn wenn man die Figuren ausgräbt, setzt unmittelbar der Verfall der Farbe ein, bis nach ca. 1 Stunde nichts mehr davon zu sehen ist. Am Abend waren wir dann in der Innenstadt und haben uns Chinas schönstes Wasserspiel angeschaut mit Musik und 3 Fußballfeldern voller Wasserfontänen. War wirklich beeindruckend. Abends haben wir dann noch nach einer Disko gesucht, wurden aber nicht rein gelassen, weil Foreigners nur Streit suchen und um ihr Recht kämpfen und Aufruhr stiften, wie wir dann von Chinesen am Eingang erfahren haben, welche Englisch konnten. Am nächsten Tag sind wir dann noch ein bissel die Stadt erkunden gegangen und waren auf verschiedenste
n Märkten und in einer uralten chinesischen Mosche. In Xi’an gibt’s nämlich sehr viele Muslime und auch ein Muslimisches Viertel. Die Stadt selber ist von einer riesigen 14km langen quadratischen Mauer umgeben, welche ca. 15m hoch ist. Und auf der waren wir natürlich auch und haben uns dann da oben drei Tandems und nen Single-Bike ausgeliehen und sind einmal komplett rund um die Stadt gefahren. War wirklich spaßig. Danach sind wir wieder rein in die Stadt und wollten schauen, wann denn eigentlich unser Bus fährt. Und als ich dann in das Hotel mit der Businformation drin reingehe, kommen zunächst die ganzen Zimmermädchen ganz aufgeregt mir die Treppe entgegen. Ich bin weiter und irgendwie war es drin leer und kein Schwein stand mehr an seinem Platz, bis ich dann vo
n hinten die Leute schreien höre „Get out of here, Earthquake!“. Also sind wir alle dann so schnell wie es ging raus und auf den nächsten großen freien Platz, wo sich eine riesige Menschentraube wild quatschender Chinesen angesammelt hatte. Von denen haben wir dann erfahren, dass gerade für 5 Sekunden die Erde gebebt hat, was man aber auch nur oben im 3. Stock spüren konnte. Sofort haben sich dann Polizisten vor die Eingänge aller Gebäude postiert, und keinen mehr rein gelassen, auch nicht in das McDonalds, was gleich auf dem Platz war. Wirklich gespürt haben wir das Erdbeben nicht, was nen größeres Nachbeben mit Stärke 6.4 der Beben von vor zwei Wochen war. Wirklich scheiße was da passiert ist und das ist gerade auch
überall aktuell und Thema. Mir war sehr mulmig dabei dort zu stehen, obwohl zum Glück nichts weiter passiert ist. Danach sind wir dann noch mal auf nen alten Chinesischen Markt und da haben wir uns entschlossen (übrigens waren wir zu siebt), alle mögliche kleinen Straßenstände mal durchzuprobieren. Mit Fleischspießchen, Chinesischer Pizza, chinesischem Döner, gebratenem Tintenfisch usw. Das war klasse. Abends sind wir dann zurück nach Hangzhou geflogen, aber leider hatte unser Flug 1.5h Verspätung, so dass ich dann 2:30 Uhr im Bett war und um 6:30 Uhr wieder raus auf Arbeit musste. Aber für das Wochenende hat sich der ganze Stress wirklich gelohnt. So. Dann nochmals viele liebe Grüße aus Hangzhou und bis bald. Hannes.
aben wir einen Ausflug nach Xi'an gemacht. Das ist da bei der Terracotta-Armee ca. 1300km von Hangzhou entfernt Richtung Landesinnere. Dazu sind wir Freitagabend von Hangzhou geflogen. Übernachtet haben wir die zwei Tage in einem Hostel, was sehr ähnlich denen ist, die ich in Amsterdam und Prag erlebt habe ist, so mit Billard-Tisch, Tisch-Fußball und 8-Mann-Zimmern. Und das Hostel ist mitten im Zentrum am Bell-Tower von Xi'an. Und Xi'an gilt als das Zentrum von China und da die Chinesen China als Zentrum der Welt sehen, haben wir quasi im Zentrum vom Zentrum vom Zentrum der Welt übernachtet. Klasse. Das Gute an dem Hostel ist, dass man dort direkt Touren in die Umgebung und sogar bis nach Tibet buchen kann. Und so ha
ben wir uns für ne Tour zu der Terracotta-Armee und zu anderen Sehenswürdigkeiten hier in Xi'an entschieden. Morgens wurden wir dazu mit nem kleinen Bus und nen Tourguide nur für unsere Truppe abgeholt, welcher uns dann den ganzen Tag durch Xi'an gefahren hat und alles Sehenswürdigkeiten gezeigt hat und viel Spannendes dazu erzählt hat. Unter anderem waren wir noch in nem 6000 Jahre altem chinesischem Dorf und in ner Seidenfabrik, wo uns gezeigt wurde, wie aus kleinen Eiern Raupen werden, welche sich dann einspinnen und anschließend in einem Wasserbad mittels einer Rolle abgewickelt werden. Die Terracotta-Armee war auch sehr beeindruckend und stammt von dem gleichen Kaiser, welcher auch die Chinesische Mauer in Auftrag gegeben hatte. Das waren so ne Art Türsteher für sein Grab ca. 2000 vor Christus. Und das wurde dann irgendwann verwüstet und war verschollen, bis dann ca. 1970 Bauern beim Graben eines Wasserlochs auf das Grab gestoßen sind. Und so wurde aus den Feldern eine riesige Ausgrabungsstätte. Bis heute sind noch nicht alle Figuren freigelegt, weil man auf eine Technik hofft, um den Verfall der Farbe bei der Reaktion mit der Luft stoppen zu könn
en. Denn wenn man die Figuren ausgräbt, setzt unmittelbar der Verfall der Farbe ein, bis nach ca. 1 Stunde nichts mehr davon zu sehen ist. Am Abend waren wir dann in der Innenstadt und haben uns Chinas schönstes Wasserspiel angeschaut mit Musik und 3 Fußballfeldern voller Wasserfontänen. War wirklich beeindruckend. Abends haben wir dann noch nach einer Disko gesucht, wurden aber nicht rein gelassen, weil Foreigners nur Streit suchen und um ihr Recht kämpfen und Aufruhr stiften, wie wir dann von Chinesen am Eingang erfahren haben, welche Englisch konnten. Am nächsten Tag sind wir dann noch ein bissel die Stadt erkunden gegangen und waren auf verschiedenste
n Märkten und in einer uralten chinesischen Mosche. In Xi’an gibt’s nämlich sehr viele Muslime und auch ein Muslimisches Viertel. Die Stadt selber ist von einer riesigen 14km langen quadratischen Mauer umgeben, welche ca. 15m hoch ist. Und auf der waren wir natürlich auch und haben uns dann da oben drei Tandems und nen Single-Bike ausgeliehen und sind einmal komplett rund um die Stadt gefahren. War wirklich spaßig. Danach sind wir wieder rein in die Stadt und wollten schauen, wann denn eigentlich unser Bus fährt. Und als ich dann in das Hotel mit der Businformation drin reingehe, kommen zunächst die ganzen Zimmermädchen ganz aufgeregt mir die Treppe entgegen. Ich bin weiter und irgendwie war es drin leer und kein Schwein stand mehr an seinem Platz, bis ich dann vo
n hinten die Leute schreien höre „Get out of here, Earthquake!“. Also sind wir alle dann so schnell wie es ging raus und auf den nächsten großen freien Platz, wo sich eine riesige Menschentraube wild quatschender Chinesen angesammelt hatte. Von denen haben wir dann erfahren, dass gerade für 5 Sekunden die Erde gebebt hat, was man aber auch nur oben im 3. Stock spüren konnte. Sofort haben sich dann Polizisten vor die Eingänge aller Gebäude postiert, und keinen mehr rein gelassen, auch nicht in das McDonalds, was gleich auf dem Platz war. Wirklich gespürt haben wir das Erdbeben nicht, was nen größeres Nachbeben mit Stärke 6.4 der Beben von vor zwei Wochen war. Wirklich scheiße was da passiert ist und das ist gerade auch
überall aktuell und Thema. Mir war sehr mulmig dabei dort zu stehen, obwohl zum Glück nichts weiter passiert ist. Danach sind wir dann noch mal auf nen alten Chinesischen Markt und da haben wir uns entschlossen (übrigens waren wir zu siebt), alle mögliche kleinen Straßenstände mal durchzuprobieren. Mit Fleischspießchen, Chinesischer Pizza, chinesischem Döner, gebratenem Tintenfisch usw. Das war klasse. Abends sind wir dann zurück nach Hangzhou geflogen, aber leider hatte unser Flug 1.5h Verspätung, so dass ich dann 2:30 Uhr im Bett war und um 6:30 Uhr wieder raus auf Arbeit musste. Aber für das Wochenende hat sich der ganze Stress wirklich gelohnt. So. Dann nochmals viele liebe Grüße aus Hangzhou und bis bald. Hannes.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen